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Autor Thema: Olympia 2008 Peking  (Gelesen 5231 mal)
Dark_Angel
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PC69 Inventar


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« am: Dienstag, 29.07.2008, 00:34:57 »

Also soll es nur um Sport gehen und dennoch: Eine der ersten Meldungen ist gleich eine Schlechte. Die Feinstaubbelastung in Peking ist so hoch, dass Outdoor-Ausdauersportarten eigentlich nicht durchführbar sind. Weinen Wie gut, dass die Partei das Wetter bestimmt. Grinsend Augen rollen Es sind ja noch ein paar Tage und Bild meint "Das Olympia Dorf ist super!". Na, dann  Grinsend bald geht es los. Edit: Wäre jetzt etwas für Countdown-Sturmi wegen contra Smog.
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Es ist nichts so dumm gedacht, als es dann doch jemand macht! Holzauge, sei wachsam!
Mystkaerl
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« Antworten #1 am: Dienstag, 29.07.2008, 11:57:00 »

Kurze Zusammenfasssung? Dolympia in Peking interessiert mich nicht.
Die Langversion? Normalerweise seh ich mir Olympiaden gerne an, aber bei den Meldungen im Vorfeld zum Thema Presse- und Meinungsfreiheit - Stichwort Tibetkonflikt, oder olympische Fackel auf dem Mount Everest - kommts mir hoch. Da werden wir bestimmt in den nächsten Wochen wundersame Sp(r)itzenleistungen der chiniesischen Starathleten von denen vorher noch kein Europäer etwas gehört hat zu sehen bekommen. Und die Dopingkontrolleure kommen ins KZ Gulag Ngaba Gefängnis. Nä, macht euren Dreck alleene, da hab ich besseres vor! Ärgerlich Ärgerlich Ärgerlich
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Froschgyros
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« Antworten #2 am: Dienstag, 29.07.2008, 12:12:06 »

Was das Doping betrifft, bin ich immer noch für die Veröffentlichung der Substanzen, Zeitraum der Anwendung, Höhe der Dosierung, Pharmahersteller, konkrete Bezugsquellen, etc. Damit wäre auch das Problem des Sponsorings gelöst.

Zur Politik:
Die Konzentration auf die genannten Randerscheinungen finde ich ein wenig müßig und sind bei jedem politischen System zu finden. Nur hängen z.B. die USA gewisse Dinge nicht an die große Glocke.

Mein Tipp: mal konkret mit der Geschichte Chinas auseinanderzusetzen um Entwicklungen und den Weg Chinas richtig zu verstehen und parallel dazu mal kritisch andere politische Systeme zu hinterfragen.

Ich denke China befindet sich gerade auf einem sehr interessanten Scheideweg zwischen etwas großartigem oder stumpfen Kapitailsmus mit allen seinen "Opfern".

Ich hoffe, das sich China auf seine Wurzeln besinnt, die Bauern sich erheben und alles gut wird.

Die Olympiade gehört [EDIT: für mich] leider nicht dazu...
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Dark_Angel
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PC69 Inventar


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« Antworten #3 am: Dienstag, 29.07.2008, 12:26:08 »

Es ist sicher schwierig die politische Situation und das Sportereignis auseinander zu halten, aber die SportlerInnen haben es verdient. Sie haben nichtPeking als Austragungsort gewählt und sich jahrelang auf diesen Zeitpunkt vorbereitet. Bestes Beispiel: Der Basketballer Dirk Nowitzki hat minutenlang geweint, weil er mit dem deutschen Basketball Team nach Peking fahren darf. Dabei fährt das deutsche Team ohne Medallienchance nach Peking. Für den Grossverdiener Dirk Nowitzki ist das sicher finanziell kein Anreiz, doch für das Basketball Team ist es die erste Teilnahme seit Jahren. Olympia ist mehr als nur Leistungen und Geld. Für viele SportlerInnen ist Qlympia das wichtigste Sportereignis der Welt. Für ein Fazit vor dem Ereignis ist es sicher zu früh. Du kannst ja immer noch später sagen "Hab ich es doch gewusst!" ...Ich halte es mit dem Kaisers Motto "Schaun wir mal!" Die Mischung aus Politik/Umwelt/Leistungen und Doping verspricht viel Unterhaltung. Hier soll es jedoch nur um den sportlichen Aspekt gehen.

By the way: Neben den Basketball Team darf auch das Volleyball Team endlich mal wieder versuchen mitzuspielen."gg"
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ulf
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« Antworten #4 am: Dienstag, 29.07.2008, 12:29:16 »

Olympia war früher für mich eines der wichtigsten Sportereignisse überhaupt. Da hab ich auch mal unter der Wochen und mitten in der Nacht 4h live geguckt. Das hat sich grundlegend geändert. Ich schaue mir - wenn überhaupt - nur bestimmte Disziplinen an. Dazu gehören auf jeden Fall nicht die Ausdauersportarten. Experten gehen davon aus, dass in Peking in diesen Sportarten das erste mal umfassend versucht wird per Epo-Gen-Doping zu bescheissen. Diese Art des Dopings ist derzeit nicht nachzuweisen, auch nachträglich nicht. Man darf da jetzt die Sportler nicht unter Generalverdacht stellen, aber einen fiesen Beigeschmack hat das auf jeden Fall.

Ob ich überhaupt Olympia gucke weiss ich noch nicht so recht ..

- Die größten Umweltverschmutzer der Erde machen für Olympia temporär und punktuell einen auf sauber - zum kotzen!
- Sportnachwuchspolitik: Kinder ab ca. 3-4 Jahre werden auf Deubel komm raus gequält damit sie mal bei Olympia erfolgreich sind. Dass die dann, wenn sie 25 sind, kaputte Gelenke, Wirbel, Muskeln, Sehnen haben ist dabei egal.
- Viele tausend streunende Hunde und Katzen wurden in den letzten Jahren zur "Bereinigung des Straßenbildes" getötet
- Menschenrechtsverletzung noch und nöcher

Diese Liste ist beliebig verlängerbar .. gilt aber nicht nur für China, sondern auch für viele andere Länder.
Seitdem Olympia mehr und mehr für wirtschaftliche Zwecke missbraucht wird kann man sich eigentlich das guten Gewissens nicht mehr antun. Schade für die Sportler ...
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ShotgunFacelift
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« Antworten #5 am: Dienstag, 29.07.2008, 12:29:51 »

Im Gegensatz zu den Basketballern haben die Volleyballer aber ne Chance oben mitzuspielen, zumindest wenn man die letzten Leistungen sieht  Schockiert
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MAN, SCHREIB DOCH EIN BLOG !!!
Mystkaerl
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« Antworten #6 am: Dienstag, 29.07.2008, 12:30:48 »

Was das Doping betrifft, bin ich immer noch für die Veröffentlichung der Substanzen, Zeitraum der Anwendung, Höhe der Dosierung, Pharmahersteller, konkrete Bezugsquellen, etc. Damit wäre auch das Problem des Sponsorings gelöst.
Grinsend

Zur Politik:
Die Konzentration auf die genannten Randerscheinungen finde ich ein wenig müßig und sind bei jedem politischen System zu finden. Nur hängen z.B. die USA gewisse Dinge nicht an die große Glocke.
Aha, da gibts also keine Pressefreiheit? Klar, wer sollte das auch an die Große Glocke hängen...

Zur Politik:
Mein Tipp: mal konkret mit der Geschichte Chinas auseinanderzusetzen um Entwicklungen und den Weg Chinas richtig zu verstehen und parallel dazu mal kritisch andere politische Systeme zu hinterfragen.
Guter Plan, soll ich dir mal eins meiner Bücher ausleihen? Zwinkernd

Zur Politik:
Ich denke China befindet sich gerade auf einem sehr interessanten Scheideweg zwischen etwas großartigem oder stumpfen Kapitailsmus mit allen seinen "Opfern".
Definiere bitte "etwas großartiges". Krankenhäuser, in denen auch heute noch ohne Narkose operiert wird? Politische Gegner, die zu Tausenden weggesperrt oder "umerzogen" werden? Presse, die, wenn sie aufmuckt ebenfalls eingesperrt wird? Oder meinst du den kulturellen Völkermord, den die Chinesen am tibetischen Volk seit Jahrzehnten verüben? Na, wenn das der Scheideweg zu "etwas großartigem" sein soll, sollten sie besser einen Umweg einplanen. Ich hoffe ja auf Prinz Cohen, der das Achatene Reich erobert, indem er die Palastgarde mit Hilfe eines rostigen Schwertes und eines vollgerotzten Taschentuchs überwältigt...
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Dark_Angel
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« Antworten #7 am: Dienstag, 29.07.2008, 12:37:36 »

Jungs für Politik anderer Ort. Zwinkernd

Hmm, ShotgunFacelift schön wäre es.  Dabei fällt mir ein, dass ich noch nachschauen wollte, welche Beach-Teams antreten. Es gab ja verletzungsbedingt einige Fragezeichen. Ist dir etwas bekannt? 
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« Antworten #8 am: Dienstag, 29.07.2008, 12:44:56 »

Danke!
Ich wollte auch nicht diskutieren, sondern einfach mal meine Meinung schreiben, warum ich die Olympiade nicht gucke.  Smiley
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« Antworten #9 am: Donnerstag, 31.07.2008, 09:28:29 »

 Hmm, angesichts eines Berichtes über Doping, ist mir auch etwas die Lust vergangen. Was es nicht alles gibt. Schockiert

Wer Olympia  live sehen möchte, der sollte unbedingt die Zeitverschiebung beachten. Zwinkernd

Ach so: Beach-Volleyball bei Olympia: http://www.beach-volleyball.de
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« Antworten #10 am: Donnerstag, 31.07.2008, 09:39:13 »

Dopingkontrollen sind ein interessantes Thema. Es lief auf ARTE mal ein ziemlich langer Bericht.

Schon bei der Ausschreibung für Dopingtest in Sydney hat man sich bewußt für ein Verfahren Entschieden, das langsam und eher unzuverlässig ist, also noch mehrere Proben genommen werden müssen, obwohl auch ein sicheres Schnellverfahren angeboten wurde.

Fazit: Niemand hat interesse an einem sicheren und schnellen Kontrollsystem, weil sonst fast alle Sportlerinnen und Sportler nach Hause fahren können und die Millionenindustrie Olympiade scheitern würde.

Sogar Oma und Opa sind gedopt  Grinsend
http://sport.ard.de/sp/weitere/news200804/22/video_seniorensport_080422.jhtml;jsessionid=31WMDUEPTURV0CQKYXFETIQ?mid=1&realplay=y&connection=dsl&x=67&y=10



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« Antworten #11 am: Donnerstag, 31.07.2008, 10:03:19 »

Also ein dänischer Doping-Tester stellte das etwas anders dar:
1. Bei Olympia treten ca. 10000 Sportler an. Es werden im Vorfeld der Wettkämpfe 1500 Stichproben gemacht und während der Wettkämpfe 2500 Tests. Wobei einige Sportler mit Medallienchancen mehrfach getestet werden, weil sie in mehreren Wettbewerben antreten.

2. Es gibt genügend Testverfahren, die auch moderne Dopingmethoden nachweisen können. Mit diesen Verfahren würde er in oben genannten Tests sicher 500 positive Proben finden. Mit den zugelassenen Tests werden ca. 25 positive Proben gefunden. Dieses liegt nicht an der Zuverlässigkeit der Verfahren, sondern in der Notwendigkeit die Verfahren auf ihre juristische Zulassung zu überprüfen. 
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« Antworten #12 am: Donnerstag, 31.07.2008, 10:33:55 »

http://www.focus.de/sport/mehrsport/allgemein-doping-kritik-an-ein-stunden-regel-der-wada_aid_281067.html

http://www.sportsignale.de/2008/03/forscher-breits.html#more

etwas aus der Vergangenheit
http://ard.ndr.de/osaka2007/nachrichten/ardsportosaka312.html

http://science.orf.at/science/news/151910

http://www.sportrechturteile.de/News/ARGESportrecht/news7830.html

usw., usw....

Und dann gibt es noch den faktor Mensch
http://www.manager-magazin.de/sport/sonst/0,2828,569069,00.html

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« Antworten #13 am: Donnerstag, 31.07.2008, 11:15:05 »

da ich es i.Allg. mit Churchill halte ("no sports") und es schon fast als Beleidigung empfinde, mein blaues Knie mit Salbe gegen "Sportverletzungen" zu behandeln -(mann-ich-hab-mich-falsch-draufgestützt-no-more!) , ist mir das Thema Olympia (Wurst)³. Werde von mir aus eh nix kucken oder verfolgen, vielleicht mal n Blick, wenn der eher Sport-begeisterte WG-Kollege was im Wohnzimmer laufen hat..... "ja,wo laufen sie denn ?! Grinsend"

Aber vielleicht ne Meinung zum Thema "Doping" von jemand, der das Ganze ziemlich "von außen" sieht:

Wenn Sportler irgendeine lineare physische Leistung (also Sportarten wie Laufen, Radfahren Schwimmen) auf Maximalwerte trimmen, müssen sie doch offenbar längst irgendwie "nachhelfen", um auch nur den Hauch einer Chance zu haben, weiter vorne mitzuspielen, oder irre ich mich ? Nur den ganzen Tag wochenlang vorher dieselbe Tätigkeit abzuspulen, reicht doch nicht, oder ?

Somit gibt es fließende Grenzen und irgendein kompliziertes, veränderliches Regelwerk, das ansagt, welche Hilfsmittel grade erlaubt sind, und welche nicht. Will heißen: "Natürlich" is da eh nix mehr......

Und nun passiert Folgendes: Die einen haben Glück, weil sie sich "drinnnen" bewegen, die anderen nicht, weil man ihnen nachweist, daß sie grade mal außerhalb einer willkürlichen Grenze waren.

Das erscheint mir zwangsläufig so in diesem System und könnte ich mit "is halt so" abtun. Albern finde ich aber die nach außen getragene Doppelmoral, diejenigen, die "außerhalb" erwischt wurden als "Böse" zu brandmarken, vor die Tür zu setzen oder sonstwie abzustrafen, während andere innerhalb einer willkürlichen Grenze, die kaum was Anderes machen, als "die Guten" gelten.......

Also - entweder bekennt Ihr Euch kollektiv dazu, daß "Aufpumpen" toll ist und disqualifiziert einfach einen Grenzüberschreiter ganz sachlich nur für das Rennen, bei dem er erwischt wurde, ohne weitere Folgen oder Brandmarkung - oder ihr laßt Alles weg und seit halt alle wieder3 Sekunden langsamer......  Letzteres is wohl unrealistisch, weil immer einer den Turbo sucht und findet.

Aber nervt mich nich mit dieser Doppelmoral zwischen "guten" und "bösen" Sportlern !   Augen rollen
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« Antworten #14 am: Donnerstag, 31.07.2008, 14:00:39 »

Naja, so schlimm ist es nun auch nicht. Wissentlich habe ich während meiner Zeit im Leistungssport nichts genommen oder es ist mir etwas angeboten worden. Allerdings sind beim Volleyball neben Kraft und Ausdauer auch Spielübersicht,Technik und Reaktionsvermögen entscheidend. ...Trotzdem stimme ich dir teilweise zu, was Olympia angeht. Es ist nicht schön, wenn man nach einem Wettbewerb erst einmal besser abwartet, was die Dopingtestergebnisse der nächsten Tage ergeben. Im Laufe der Zeit hat das Doping in einigen Sportarten überhand genommen. Die entstandenen Mechanismen sind sicherlich in Kürze nicht abzustellen. Zumal: Wo es etwas zu holen gibt, da wird auch betrogen. Es gilt trotzdem nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Immerhin gibt es viele Sportler, die mit fairen Mitteln kämpfen und deshalb muss die Forderung lauten "Kampf dem Doping".
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